Predigt am Pfingstmontag, den 24. Mai 2021, 1 Kor 12, 4-11

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
26.05.2021

Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. 5 Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. 6 Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. 7 Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. 8 Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; 9 einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; 10 einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern…

Predigt am Sonntag Rogate, den 9. Mai 2021, Jesus Sprach 35, 16-22a

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
10.05.2021

Gott hilft dem Armen ohne Ansehen der Person und erhört das Gebet des Unterdrückten. Er verachtet das Flehen der Waisen nicht noch die Witwe, wenn sie ihre Klage erhebt. Laufen ihr nicht die Tränen die Wangen hinunter, und richtet sich ihr Schreien nicht gegen den, der die Tränen fließen lässt? Wer Gott dient, den nimmt er mit Wohlgefallen an, und sein Gebet reicht bis in die Wolken. Das Gebet eines Demütigen dringt durch die Wolken, doch bis es dort ist, bleibt er ohne Trost, und er lässt nicht nach, bis der Höchste sich seiner annimmt…

Predigt am Sonntag Jubilate, den 25. April 2021, Apg 17,22-34

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
26.04.2021

Predigt am Sonntag Jubilate, den 25. April 2021

 

22 Paulus aber stand mitten auf dem Areopag und sprach: Ihr Männer von Athen, ich sehe, dass ihr die Götter in allen Stücken sehr verehrt. 23 Denn ich bin umhergegangen und habe eure Heiligtümer angesehen und fand einen Altar, auf dem stand geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkündige ich euch, was ihr unwissend verehrt. 24 Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen ist, er, der Herr des Himmels und…

Predigt am Sonntag Judika, den 21. März 2021

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
25.03.2021

Alle meine Getreuen verabscheuen mich, und die ich lieb hatte, haben sich gegen mich gewandt. Mein Gebein hängt nur noch an Haut und Fleisch, und nur das nackte Leben brachte ich davon. Erbarmt euch über mich, erbarmt euch, ihr meine Freunde; denn die Hand Gottes hat mich getroffen! Warum verfolgt ihr mich wie Gott und könnt nicht satt werden von meinem Fleisch? Ach dass meine Reden aufgeschrieben würden! Ach dass sie aufgezeichnet würden als Inschrift, mit einem eisernen Griffel und mit Blei für immer in einen Felsen gehauen! Aber ich weiß,…

Predigt am Sonntag Invokavit, den 21. Februar 2021, Joh 13,21-30

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
27.02.2021

Predigt am Sonntag Invokavit, den 21. Februar 2021, Joh 13,21-30

 

Als Jesus das gesagt hatte, wurde er erregt im Geist und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten. Da sahen sich die Jünger untereinander an, und ihnen wurde bange, von wem er wohl redete. Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische lag an der Brust Jesu,…

Predigt zum Aschermittwoch, den 17. Februar 2021 Ps 51

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
19.02.2021

Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen gewissen Geist. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. Ps 51

 

Im März des Jahres 1517, noch vor Abfassung der berühmten 95 Thesen, veröffentlichte Luther seine erste Schrift in deutscher Sprache. Es handelt sich um eine Auslegung der sieben Bußpsalmen. Schnell wurde das kleine…

Predigt am Sonntag Sexagesimae, den 7. Februar 2021

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
08.02.2021

Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis: Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. Und anderes fiel auf den Fels; und als er aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Da er das…

Predigt am 3. Sonntag nach Epiphanias, den 24. Januar 2021, Rut 1,1-17

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
24.01.2021

Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Der HERR tue mir dies und das, nur der Tod wird mich und dich scheiden. Ruth 1,16-17

 

Ich erinnere mich an drei kleine Gesprächsfetzen aus den letzten zwei Wochen. Ich…

2. Sonntag nach Epiphanias, den 17. Januar 2021

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
18.01.2021

Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. Joh 2,10-11

 

"Deutschland. Ein Wintermärchen":

Predigt 1. Sonntag nach Epiphanias, den 10. Januar 2021, Röm 12,3-4

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
11.01.2021

Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens. Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. Röm 12, 3-4

 

Predigt zu Epiphanias, den 6. Januar 2021, Jes 60,1-2

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
07.01.2021

Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Jes 60, 1-2

 

In unserem Predigttext spielt das Licht eine besondere Rolle. Vom alten Philosophen Diogenes aus dem 5. Jh. v. Chr…

Predigt zur Gründung des Kirchspiels am 2. Sonntag nach dem Christfest, den 3.1.2021, Lk 2,48-49

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
03.01.2021

Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Kind, warum hast du uns das getan? Und er sprach zu ihnen: Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist? Lk 2,48-49

 

Tempus fugit, Christus venit, die Zeit flieht, Christus kommt. Dieses Wort, das ich kürzlich hörte, möchte ich an den Anfang des Jahres stellen. Es kann ein Leitwort für mich persönlich sein, aber auch für unsere Gemeinde das…

Christvesper am 24. Dezember 2020 Jes 11, 1-4

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
24.12.2020

Es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen. Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN ... Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören, sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen…

Predigt zum 4. Advent, den 19. Dezember 2020 zu 1. Mose 18,13

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
21.12.2020

" Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sara und spricht: Sollte ich wirklich noch gebären, nun, da ich alt bin? Sollte dem HERRN etwas unmöglich sein?" (1. Mose 18,13)

 

Vorgestern erschien in der Zeitung eine Rezension über das jüngste Buch von Peter Sloterdijk. Es trägt den an sich schönen Titel "Den Himmel zum Sprechen bringen". Der Titel ist irrig. Im Grunde handelt sich um eine…

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Pfarrer Dr. Ilgner
Andacht Dezember 2020/Januar 2021
23.11.2020

Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Off 21,4

Ich habe kürzlich mit einer jungen Dame gesprochen, die studienhalber weit weg, in eine andere Stadt gezogen ist. Im Nu ist alles neu und anders geworden, und zwar auf Jahre hin, wenn es gut geht. Es wird nicht wieder, wie es einst gewesen.

Aus mancher Formulierung glaubte ich herauszuhören, dass es ihr nicht ganz leicht fällt, den ersten, langen Abschnitt ihres Lebens in der…

Predigt am Ewigkeitssonntag, den 22. November 2020

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
22.11.2020

"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. 3 Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; 4 und Gott wird abwischen alle Tränen von…

Predigt am Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres, den 15. November 2020

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
17.11.2020

Predigt am Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres, den 15. November 2020

1 Er sprach aber auch zu den Jüngern: Es war ein reicher Mann, der hatte einen Verwalter; der wurde bei ihm beschuldigt, er verschleudere ihm seinen Besitz. 2 Und er ließ ihn rufen und sprach zu ihm: Was höre ich da von dir? Gib Rechenschaft über deine Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht Verwalter sein. 3 Da sprach der Verwalter bei sich selbst: Was soll…

Abschied und Aufbruch

15.11.2020

„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Offb 21,4

Ich habe kürzlich mit einer jungen Dame gesprochen, die studienhalber weit weg, in eine andere Stadt gezogen ist. Im Nu ist alles neu und anders geworden, und zwar auf Jahre hin, wenn es gut geht. Es wird nicht wieder, wie es einst gewesen.

Aus mancher…

Gedanken zum Reformationstag, den 31. Oktober 2020

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
31.10.2020

Wer  Schloss und Burg Colditz in unserer sächsischen Heimat besucht, hat etwa das vor Augen, was Martin Luther meinte, als er den Psalm 46 nachdichtete. Diese Burg, auf einem steilen Bergsporn erbaut, hat ihr heutiges Aussehen weitgehend zu Luthers Lebzeiten erhalten. Kurfürst Friedrich der Weise, der seine schützende Hand über den jungen Luther gehalten hat - ohne ihn wäre die Reformation sofort im Keim erstickt worden -, hat sie in der 1520er Jahren im Stil der Frührenaissance in ihrer heutigen Gestalt errichten lassen und als luxuriöses…

Predigt am 19. Sonntag nach Trinitatis, den 18. Oktober 2020

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
19.10.2020

"Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit." Eph 4,22-23

 

Ich erinnere mich an eine Unterhaltung von Konfirmandinnen, die ich zufällig am Frühstückstisch mitbekam. Es ging um die Kleidung für's große Fest…

Predigt zum 18. Sonntag nach Trinitatis, den 11. Oktober 2020

von Pfarrer Dr. Friedrich Christoph Ilgner
12.10.2020

„Das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir's hören und tun? Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: Wer will für mich über das Meer fahren und es uns holen, dass wir's hören und tun? Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.“ 5. Mose 30,11-14